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Homeoffice – Begriffsklärung, Vor- und Nachteile sowie Bezuschussung

Eine Arbeitsform, die durch die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht wurde und dabei bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern immer beliebter wird, ist das Homeoffice. Unter Einsatz von Cloud-Technologie oder dem einfachen Zugriff via VPN auf das Firmennetzwerk können Angestellte, deren Beruf es erlaubt, sehr flexibel an unterschiedlichen Orten arbeiten. Diesen Trend hat auch die Bundesregierung erkannt und will daher noch in 2019 ein Recht auf Homeoffice durchsetzen. Im folgenden Artikel beleuchten wir daher das Thema Homeoffice ein wenig näher und gehen dabei auf folgende Fragestellungen ein:

  • Definition des Begriffs Homeoffice
  • Haben Arbeitnehmer aktuell Anspruch auf Homeoffice?
  • Was sind die Vor- und Nachteile von Homeoffice?
  • Was müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Homeoffice beachten?
  • Gibt es im Rahmen von Homeoffice Möglichkeiten der Bezuschussung?
Homeoffice - Digitalisierung, Beratung

Definition des Begriffs Homeoffice?

Das deutsche Synonym zu diesem Begriff ist Teleheimarbeit. Im Kern bedeutet es, dass der Angestellte einer Firma seine Arbeit vollständig von zu Hause erbringt. Weitere Formen sind die alternierende Telearbeit oder auch die mobile Telearbeit. Erstere ist dabei die in Deutschland gängigste Variante. Der Arbeitnehmer arbeitet abwechselnd in seinem Firmenbüro oder von zu Hause. Letztere bedeutet, dass der Arbeitnehmer an unterschiedlichen Orten arbeitet. Dies kommt zum Beispiel bei Beratern oder auch Vertretern vor, die oft bei unterschiedlichen Kunden arbeiten. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Telearbeit)

Viele Selbstständige oder auch Angestellte nutzen mittlerweile auch die Möglichkeit der mobilen Telearbeit. Während Sie ihre Arbeitsergebnisse erbringen, bereisen Sie die ganze Welt. Sie nennen sich daher digitale Nomaden.

Haben Arbeitnehmer aktuell Anspruch auf Homeoffice?

Während sich Selbstständige natürlich auf Basis ihres Geschäftsmodells entscheiden können, ob sie ein Büro haben oder als digitaler Nomade durch die ganze Welt reisen, haben Angestellte aktuell noch kein Anrecht auf einen Telearbeitsplatz. (Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/recht-auf-homeoffice-gesetzesentwurf-bundesministerium-arbeit-soziales-arbeitsrecht/)

Allerdings lohnt es sich hier aus Sicht jedes Arbeitgebers solche Möglichkeiten zu schaffen, insofern es das Geschäftsmodell bzw. der Arbeitsinhalt des Angestellten erlaubt, da so die Attraktivität eines Arbeitgebers, in Zeiten des Fachkräftemangels, steigen kann.

Was sind die Vor- und Nachteile von Homeoffice?

Nun folgt eine Übersicht über Vor- und Nachteile eines Teleheimarbeitsplatzes, sowohl aus Sicht der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer:

Vorteile von Homeoffice

  • Zeitersparnis: Auf Basis des entfallenden Arbeitsweges bleibt mehr freie Zeit, die für Familie und Hobby genutzt werden kann.
  • Höhere Selbständigkeit und Flexibilität: Der Mitarbeiter kann seinen Arbeitsalltag freier gestalten, insofern keine Rahmenarbeitszeit vorgeschrieben ist. Die Ergebnisse der Arbeit rücken dadurch in den Vordergrund.
  • Ungestörtes Arbeiten: Im Gegensatz zu den modernen Großraumbüros kann man zu Hause in Ruhe arbeiten.
  • Verpflegung: Man kann als Arbeitnehmer bei der Verpflegung Kosten sparen bzw. als Hobbykoch seiner Passion nachgehen und sich selbst verpflegen.
  • Gesundheit: Weniger Faktoren für Stress (wegfallende An- und Abreise, Geräuschkulisse, etc.). Weniger Ansteckungsgefahr bei Krankheiten in der Belegschaft.
  • Steuer: Unter bestimmten Umständen ist ein Teleheimarbeitsplatz durch den Arbeitnehmer steuerlich absetzbar. Weitere Infos z.B. unter https://www.steuererklaerung.de/ratgeber-steuern/haeusliches-arbeitszimmer-homeoffice
  • Mitarbeitersuche: In Zeiten des Fachkräftemangels können Sie mit Teleheimarbeitsplätzen standortunabhängig nach Mitarbeitern suchen.
  • Kostenersparnis: Sowohl auf Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerseite können Kosten reduziert werden. Einerseits müssen z.B. weniger Büroflächen angemietet werden. Andererseits entfallen die Kosten für das Pendeln.

Nachteile von Homeoffice

  • Weniger soziale Interaktion: Im Homeoffice ist es nicht möglich, sich mit dem Kollegen bei einem produktiven Kaffee- oder Mittagsgespräch auszutauschen.
  • Technische Probleme: Aufgrund der nicht-standardisierten Infrastruktur kann es zu mehr Ausfällen des Mitarbeiters führen (z.B. langsames Internet, etc.).
  • Problem gesetzliche Kontrollpflichten: Der Arbeitgeber ist theoretisch auch für die Verhältnisse am Teleheimarbeitsplatz verantwortlich. Eine Kontrolle der Telearbeitsplätze seiner Mitarbeiter ist zeitintensiv und nicht jeder Mitarbeiter möchte den Chef zu Hause haben.
  • Verpflegung: Man muss sich selbst verpflegen und kann ggfs. nicht auf eine Kantine zurückgreifen.
  • Ablenkung: Starke Ablenkung durch andere private Reize. Das Kind musste zu Hause bleiben, der Fernseher läuft, der Postbote klingelt oder man ist in den sozialen Medien unterwegs, da keiner über die Schulter schaut.
  • Erhöhte Probleme mit Datenschutz: Vermischung von privater und beruflicher IT-Ausstattung.

Was müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Homeoffice beachten?

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sollten sich im Klaren sein, dass der Teleheimarbeitsplatz gesetzlichen Regeln unterliegt. An dieser Stelle sei dabei auf die folgenden Regelungen verwiesen:

Daher ist der Arbeitgeber zum Beispiel auch dazu verpflichtet, die Ergonomie der Teleheimarbeitsplätze zu prüfen und mit dem Arbeitnehmer ggfs. entsprechende Vereinbarungen für die Eigenschaften eines Teleheimarbeitsplatzes schriftlich zu fixieren.

Gibt es im Rahmen von Homeoffice Möglichkeiten der Bezuschussung, Förderung oder andere finanzielle Anreize?

Insofern der Ansatz des Telearbeitsplatzes im Sinne des Arbeitgebers ist, kann dieser diesen natürlich bezuschussen. Dabei hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, diverse Pauschalen oder Zahlungen nach Aufwand zu vereinbaren:

  • Miete für den beruflich genutzten Raum
  • Zuschuss zur Internetnutzung
  • Auslagenersatz für beruflich erzeugte Telefonkosten

Zusätzlich zum Arbeitgeber gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten der Bezuschussung. Sollte zum Beispiel auf Basis von Rückenproblemen ein Arzt ein Attest ausstellen, kann der Arbeitnehmer auf eine Bezuschussung für ergonomische Büromöbel durch die Deutsche Rentenversicherung hoffen. Diese Ausstattungen kann er dann entweder am Arbeitsplatz oder eben im Teleheimarbeitsplatz verwenden und als sein Eigentum behalten.

Fazit:

Sowohl Arbeitsgeber als auch Arbeitnehmer sollten für sich entscheiden, ob das Thema Homeoffice zu ihrem Wesen und ihrer Arbeitsweise passt. Wenn Sie es anbieten oder nutzen wollen, macht es Sinn, sich mit einem erfahrenen Anbieter auszutauschen. Die BBK Objekt GmbH, ein NOVONDO-Netzwerkpartner, kann Sie dabei tatkräftig unterstützen und bietet neben einer individuellen Beratung für Unternehmen und Arbeitnehmer, auch komplette Teleheimarbeitsplatz-Ausstattungspakete an, die den ergonomischen Arbeitsplatzrichtlinien entsprechen.

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