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Zeiterfassung – Eine verpflichtende Entscheidung des EuGh

Zur Digitalisierung gehören verstärkt Themen wie Homeoffice, agile Arbeitsweisen, mobile Verfügbarkeit und Vertrauensarbeitszeit. Ist dann eigentlich die Entscheidung des EuGh ein Schritt vorwärts oder rückwärts? Die folgenden Absätze sollen hier aus Sicht von NOVONDO ein wenig Aufklärung zum Thema Zeiterfassung betreiben. Allerdings wird im Vorfeld klargestellt, dass keine rechtlich verbindlichen Aussagen getroffen werden und demzufolge auch keine Rechtsberatung stattfindet. Um sich dem Thema zu nähern, sollen die folgenden Fragen geklärt werden:

  • Was beinhaltet die Entscheidung des EuGh zum Thema Zeiterfassung?
  • Was bedeutet dies für Arbeitgeber in Deutschland?
  • Wie könnte eine solche systematische Zeiterfassung aussehen?
  • Fazit: Ist die Entscheidung des EuGh zur systematischen Zeiterfassungspflicht nun ein Schritt vorwärts oder rückwärts?
NOVONDO Zeiterfassung Software

Was beinhaltet die Entscheidung des EuGh zum Thema Zeiterfassung?

Das EuGh hat eine Entscheidung zum Thema Mitarbeiterschutz und Zeiterfassung getroffen. Diese umfasst im Kern die Aussage, dass alle Arbeitgeber dazu verpflichtet sind, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter systematisch zu erfassen. Weitere Informationen unter:

http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=214043&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1

Was bedeutet dies für Arbeitgeber in Deutschland?

Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen. So wäre die weit verbreitete Vertrauensarbeitszeit nicht mehr möglich. Deutschland muss auf Basis der Entscheidung des EuGh nun Schritte einleiten und ein Gesetz verabschieden, dass die Arbeitgeber dazu verpflichtet, mitarbeiterbezogene Zeiten zu erfassen und auswerten zu können.

Diese systematische Zeiterfassungsmethode soll also dazu dienen, die Gesundheit und die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen. Gewährleistet werden muss auch, dass eine Überwachung durch Dritte durchgeführt werden kann. Die Arbeitgeber müssen sich daher Gedanken machen, wie sie dies realisieren können.

Wie könnte eine solche systematische Zeiterfassung aussehen?

Nun ist noch nicht ganz klar, was systematisch in diesem Zusammenhang genau bedeutet. Eine Definition seitens der deutschen Bundesregierung wird sicherlich noch folgen. Allerdings scheint eine Ableitung zu sein, dass dies größtenteils auf Basis von Software passieren wird.

Hierfür gibt es nun unterschiedliche Formen. Grundsätzlich ermöglicht bereits eine Excel-Vorlage eine systematische Zeiterfassung. Die Vermutung liegt allerdings nahe, dass dies nicht per Excel realisierbar sein wird. Excel bietet weder einen Schutz vor Manipulation noch eine einfache Auswertung durch Dritte auf Knopfdruck. Das Fazit an dieser Stelle wäre somit, dass eine Software-basierte Zeiterfassung benötigt wird. Hierbei gibt es aktuell bereits folgende Varianten:

  • Terminallösung
  • Apps und Online-Zeiterfassung
  • Software-integrierte Zeiterfassung

Terminallösung

Eine Terminallösung ist eine Hard- und Softwarekombination, bei der die Mitarbeiter die Zeiten, wie Kommen und Gehen, Pausen und Urlaub per Terminal hinterlegen und pflegen können. Die Zeiten werden in eine Datenbank geschrieben, die auf einem Vor-Ort-Server installiert ist. Auch der Export für das Lohn- und Steuerbüro sowie für Fremdsysteme stellt meist kein Problem dar.

Apps und Online-Zeiterfassung

Im Rahmen der Digitalisierung gibt es bereits viele Start-ups und etablierte Anbieter, die mobile Apps und andere Cloud-Softwareprodukte entwickelt haben. Diese werden dann meist als Mietlösungen angeboten. Einige von diesen Diensten bieten dann sogar noch zusätzliche Funktionen, die der vorbereitende Lohn- und Steuerbuchhaltung und Mitarbeiterführung dienen.

Software-integrierte Zeiterfassung

Viele Unternehmen besitzen ggf. auf Basis ihrer aktuellen ERP-Software bereits eine Zeiterfassungsmöglichkeit. Wenn nicht, sollten Sie sich informieren, welche Add-ons oder Zusatzlösungen es für Ihre ERP-Lösung von welchen Anbietern gibt.

Fazit: Ist die Entscheidung des EuGh zur systematischen Zeiterfassungspflicht nun ein Schritt vorwärts oder rückwärts?

In einigen Branchen oder Berufsgruppen ist bereits eine systematische Zeiterfassung vorhanden und vorgeschrieben. Denken wir hierbei an die Berufskraftfahrer oder die Produktionsbranche. Die Entscheidung des EuGh ist eine Entscheidung für die Angestellten und Mitarbeiter eines Unternehmens. Gerade im Rahmen der Digitalisierung und den oben genannten Trends verschwimmen die Grenzen der beruflichen und der privaten Zeit. Dies bedingt natürlich, dass man sich aus Unternehmersicht auch Gedanken über folgende Fragestellungen machen muss, die Ausgangspunkt für die richtige Zeiterfassungslösung sind.

  • Wie soll der Arbeitsplatz meiner Angestellten aussehen?
  • Wo können meine Mitarbeiter abeiten? (Büro, Homeoffice, Co-Working?
  • Wann können oder sollen meine Mitarbeiter arbeiten?
  • Wie kann das Unternehmen die rechtlichen Anforderungen erfüllen?
  • Wie können wir eine gesunde sowie ausgeglichene Lebensweise der Mitarbeiter fördern?

Aktuell sollte man jedoch bzgl. einer Zeiterfassungspflicht noch nicht die Pferde scheu machen. Die EuGh-Entscheidung wird von Deutschland geprüft und dann entsprechend umgesetzt werden müssen. Jedoch schadet es nicht, wenn Unternehmer bereits jetzt nach passenden Zeiterfassungslösungen jenseits von Excel und Co. suchen.

NOVONDO hilft Ihnen natürlich dabei! Geben Sie bei uns kostenlos Ihre Anfrage zum Thema Zeiterfassungssystem oder Zeiterfassungssoftware ein und wir vermitteln Ihnen kostenlos die passenden und vorqualifizierten Anbieter.

Sind Sie Anbieter einer solchen Softwarelösung, können Sie sich gern kostenlos bei uns registrieren.

Haben Sie eine besonders gute Softwarelösung oder ein interessantes Referenzprojekt, dann nehmen Sie doch Kontakt mit NOVONDO auf und wir veröffentlichen einen gemeinsamen Artikel.

Digitale Grüße
Ihr NOVONDO-Portal

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